Institut für Forstgenetik und Forstpflanzenzüchtung

BFH-Institut für Forstgenetik
und Forstpflanzenzüchtung


Sieker Landstraße 2, 22927 Großhansdorf
Tel.   (04102) 696-0
FAX  (04102) 696-200
zum Fachgebiet Herkunfts- und Züchtungsforschung Herkunfts- und Züchtungsforschung
zum Fachgebiet Ökologische GenetikÖkologische Genetik
zum Fachgebiet Resistenzforschung Resistenzforschung
zum Fachgebiet Genomforschung Genomforschung
Veröffentlichungen aus dem Institut Veröffentlichungen
Forschungsprojekte des Instituts Forschung
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Seit dem 1. Januar 2008 ist das Institut unter dem Namen "Institut für Forstgenetik" eines der 15 Institute des neu gegründeten Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut Ländliche Räume, Wald und Fischerei (vTI)


Das Institut hat die Aufgabe, Forschung zur Genetik einheimischer und fremdländischer Baum- und Straucharten, zur Erhaltung forstlicher Genressourcen, zur Biodiversität von Waldökosystemen, zur Resistenz, zur Forstpflanzenzüchtung und zur biologischen Sicherheit bei gentechnisch veränderten Forstpflanzen durchzuführen. Diese Forschung dient der Erhaltung und Entwicklung des Waldes sowie der Bewahrung und Steigerung seiner multifunktionalen Leistungen. Die Arbeiten dienen der Erarbeitung von Entscheidungshilfen für legislative und administrative Aufgaben der Bundesregierung auf wissenschaftlicher Grundlage und zugleich der Erweiterung des wissenschaftlichen Kenntnisstandes zum Nutzen des Allgemeinwohls.

Entscheidungshilfen werden für Ressortaufgaben im Zusammenhang mit rechtlichen Regelungen zum forstlichen Vermehrungsgut auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene erarbeitet, z. B. Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG) und Schema der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über die Zertifizierung von forstlichem Vermehrungsgut. Im Rahmen des Gentechnikgesetzes und der EU-Richtlinien werden Entscheidungshilfen zur biologischen Sicherheit und der Umweltverträglichkeit von transgenen Forstgehölzen erarbeitet. Weiterhin trägt das Institut bei zur Beratung beim Konzept zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung forstlicher Genressourcen in der Bundesrepublik Deutschland und im europäischen Rahmen und unterstützt die Regierung zu forstgenetischen Aspekten im Zusammenhang mit dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt 1992 und dem Kyoto-Protokoll.

Die Arbeitsschwerpunkte des Instituts sind:
Das Institut hat die Schriftleitung der von der BFH herausgegebenen internationalen Fachzeitschrift "SILVAE GENETICA".



Fachgebiete des BFH-Instituts für Forstgenetik und Forstpflanzenzüchtung

Im Fachgebiet Herkunfts- und Züchtungsforschung werden die Variation von anpassungsrelevanten und wirtschaftlich wichtigen Merkmalen innerhalb und zwischen Waldbaumpopulationen einheimischen und fremden Ursprungs erforscht sowie deren genetische Strukturen analysiert. Die Züchtungsforschung befasst sich überwiegend mit der Anpassung und Modifizierung methodischer Grundlagen im Hinblick auf die Waldbaumzüchtung und der Bewertung von Möglichkeiten und Risiken bei der Verwendung von Züchtungsmaterial. Weiterhin wird die Evaluierung und Dokumentation forstlicher genetischer Ressourcen bearbeitet.





Im Fachgebiet Ökologische Genetik werden die genetischen Grundlagen von Waldökosystemen, insbesondere die Beziehung von Genotypen und genetischen Strukturen von Populationen zu den natürlichen und anthropogenen Umweltfaktoren sowie die genetischen Aspekte der Biodiversität erforscht. Die Ökologische Genetik entwickelt Software in den Bereichen Populationsgenetik und Datenauswertung (OEKO-GEN, CoTrix, SGS).



Im Fachgebiet Resistenzforschung werden die Grundlagen der Wechselwirkungen zwischen Wirtspflanze und Pathogenen, die Resistenzmechanismen und ihre genetische Determinierung untersucht. Es werden Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Schaderregerpopulationen auf die Stabilität von Waldbeständen sowie daraus resultierende Änderungen der Konkurrenzverhältnisse im Ökosystem Wald erforscht. Dabei wird insbesondere auch der Einfluss von klimatischen und weiteren anthropogen bedingten Störgrößen untersucht.



Im Fachgebiet Genomforschung werden Zusammenhänge zwischen der Genomstruktur von Waldbäumen und der funktionalen Umsetzung der in den Genomen gespeicherten Informationen in Abhängigkeit von Umweltfaktoren untersucht. Dabei werden insbesondere anpassungsrelevante und wirtschaftlich wichtige Merkmale im Hinblick auf geographische Variationsmuster analysiert. Daneben werden molekulare Marker für eine Evaluierung forstlicher Genressourcen sowie zur praktischen Anwendung für markergestützte Selektionen und forensische Fragestellungen entwickelt. Zum Schutze von heimischen Waldökosystemen wird die biologische Sicherheitsforschung eingesetzt, um Nutzen und Risiken gentechnisch veränderter Bäume abschätzen zu können. Zur Verbesserung des Verbraucherschutzes werden Methoden erarbeitet, um gentechnische Veränderungen im Holz nachweisen zu können.



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31.12.2007
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